School’s out Make@thon - Schüler entwickeln indirekte Aerosol-Warnsysteme – Gymnasium Diepholz
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School’s out Make@thon – Schüler entwickeln indirekte Aerosol-Warnsysteme

Neben vielen bestehenden Maßnahmen zur Ausbreitungsvermeidung des Coronavirus wurde auch die Gefahr durch Aerosole in Klassenräumen in den letzten Monaten verstärkt in den Blick genommen.

Als mögliche Lösung etablierte sich nach dem „20-5-20“-Prinzip alle zwanzig Minuten für 5 Minuten durch Stoßlüften kritische Aerosolkonzentrationen zu vermeiden. Eine Überprüfung der Wirksamkeit dieser Methode fehlte allerdings.

Mithilfe von Studien, die unter anderem vom Hermann-Rietschel-Institut-Berlin durchgeführt wurden, wird nahegelegt, dass die Aerosol-Konzentration im Raum auch indirekt über die CO2-Konzentration überprüft werden kann. Das Interesse an CO2-Ampeln für Schulen ist aus diesem Grund zuletzt deutlich gestiegen, wobei die flächendeckende Ausstattung einer Schule mit Fertigsystemen eine kostspielige Angelegenheit ist.

Ausgeschrieben als Wettbewerb im Rahmen des 5. Open Photonic Pro Make@thon haben sich Schülerinnen und Schüler es zur Aufgabe gemacht kreative Lösungen für Schulen zu entwickeln. Auch von der Graf-Fridrich-Schule haben die vier Schüler Anis El Gumati, Niklas Hockmann, Johannes Luber und Ole Woyciniuk an diesem Wettbewerb teilgenommen.

Ausgestattet mit Messensoren und weiteren Elektronikbauteilen, welche sie von der Fachhochschule Südwestfalen und der Universität Osnabrück als Organisatoren des Wettbewerbs zur Verfügung gestellt bekommen haben, konnten sie zwei innovative Systeme zur indirekten Aerosolmessung entwickeln. Dies erkannte auch die Expertenjury und prämierte die Gestaltung von Anis und Niklas, welche den Sensor in eine Wanduhr integriert haben und mit einen automatischen Personenzähler kombinierten mit dem Innovationspreis über 50€.

Mit der Gestaltung „Lighthouse“, ein selbst designtes Gehäuse per 3D-Druck in Form eines Leuchtturmes, gelang es Johannes und Ole sogar den zweiten Platz in der Gesamtwertung zu belegen. Dazu erhielten sie ein Preisgeld von 300€. Neben der Gestaltung und Programmierung konnte ihr durchdachtes Konzept zur Kombination und Visualisierung der Messergebnisse an zentralen Orten im Schulgebäude überzeugen.

Text: Dr. Michael Budke, Foto: Johannes Luber und Ole Woyciniuk