Ein Tag voller Einblicke – Der BERUFSWEG-Parcours 2026
Während in manchen Klassenzimmern noch über Kurvendiskussionen gebrütet wurde, wehte im 2. Stock der Graf-Friedrich-Schule heute ein ganz anderer Wind: „Austesten, Anfassen, Ausprobieren“ lautete das Motto des BERUFSWEG-Parcours. Rund 70 Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs nutzten die Chance, berufliche Zukunftsluft zu schnuppern – und das auf eine Art und Weise, die so gar nichts mit trockenem Alltagsunterricht zu tun hatte.
Der Parcours verwandelte die Schule in eine interaktive Erlebniswelt. In organisierten Kleingruppen zogen die Jugendlichen von Station zu Station. Besonders hoch im Kurs standen die praktischen Herausforderungen: Während einige Teilnehmer am Stand der Bundeswehr sich an Liegestützen versuchten, während sie schwere, kugelsichere Schutzwesten trugen, simulierten andere Teilnehmerinnen am Stand der Kreissparkasse ein fiktives Kundengespräch an einem Servicepoint. Ein Highlight war für viele sicherlich der Rennsimulator, den Studenten in einer selbstgebauten, im letzten Jahr noch an Rennen teilnehmenden Rennwagen installierten.
Was diesen Tag besonders machte, war die nahtlose Verbindung von realem Erleben und digitaler Dokumentation. An der GFS hieß es heute ausnahmsweise nicht „Handys weg“, sondern „Handys raus!“. Über die BERUFSWEG-App konnten die Schülerinnen und Schüler direkt vor Ort Unternehmen „liken“ oder sogar spontane Speed-Dating-Termine vereinbaren.
Die App dient dabei als „lebendes Organ“, das die Jugendlichen bis zum Schulabschluss begleitet. Sie hilft dabei, die zentralen Fragen der Berufswahl zu beantworten:
- Wer bin ich?
- Was kann ich?
- Was will ich werden?
Durch die integrierte Kompetenz-Feststellung entsteht im Laufe der Zeit ein detaillierter Ergebnisbogen, der sowohl Selbst- als auch Fremdbewertungen (z.B. durch Praktika oder Lehrkräfte) bündelt.
Hinter dem Konzept steht die UP CONSULTING GmbH, die mit ihren JUMP!-Trainings bereits über eine Million Teilnehmende begeistert hat. Der Parcours ist nur ein Baustein eines umfassenden Systems, das auch Seminare z.B. als Vorbereitungen auf Assessment-Center umfasst.
Durch den so genannten „Pokemon-Effekt“ bauen sich die Schülerinnen und Schüler nun ihr eigenes regionales Kontaktportal zu Betrieben auf. Wer besonders aktiv kommuniziert, sammelt zudem Punkte für die „Hall of Fame“ – ein zusätzlicher Ansporn, die eigene Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
Am Ende des Tages stand fest: Berufsorientierung kann Spaß machen, wenn sie auf Augenhöhe und mit modernsten Mitteln stattfindet.
Abschließend gilt unser Dank der Agentur für Arbeit sowie der Kreissparkasse Diepholz, denn ohne diese Sponsoren hätte der Berufsweg-Parcours nicht stattfinden können.
Ferner danken wir den folgenden Unternehmen und Institutionen für ihre Teilnahme und ihren Einsatz, unsere Schülerinnen und Schülern bei ihren Zukunftsentscheidungen zu unterstützen:
Kreissparkasse Diepholz; PHWT Vechta; Hochschule Bremerhaven; AOK; Bundeswehr; Polizeiinspektion Diepholz; Finanzamt Sulingen; NOV Vechta; Diephaus Betonwerk; Alte Oldenburger Krankenversicherung; Zoll Osnabrück; Lidl Cloppenburg.
Text und Fotos: Dr. Jens Gering



