Unterrichtsgang zur Diepholzer Kreisbahn (DKB)

23 Schülerinnen und Schüler der Klasse 6d machten sich am Donnerstag, dem 19. März 2026, auf den Fußweg zur Diepholzer Kreisbahn. Die 2013 ins Leben gerufene Privatbahn hat ihren Sitz im Bahnhof Diepholz.

Großzügig gewährte Kreisbahn-Generaldirektor Matthias Huck den jungen Leuten Einblick in Ausbildung und Alltag der Lokomotivführer. Die Schülerinnen und Schüler durften vier angehenden Lokführern, die sich gerade auf ihre Prüfungen vorbereiten, über die Schultern schauen – und ihre eigenen Fähigkeiten am Loksimulator entwickeln. Der Simulator versetzte sie in den Führerstand einer modernen Lokomotive, die sie sicher zu einem digitalen Bahnhof bringen mussten.

Eine vollumfängliche Ausbildung für den Eisenbahnerberuf: 3 Jahre. Für Quereinsteiger, die bereits einen Beruf mitbringen: in 11 Monaten zum Lokführer ausgebildet werden. Mit lebenslanger Jobgarantie. Die jungen Leute hatten ihre Freude.

Draußen auf den Gleisen des Diepholzer Bahnhofs stehen die beiden Lokomotiven, über die die DKB verfügt: die „alte Lady“ aus den 1970er Jahren in Grau; das funkelnagelneue Schmuckstück der Privatbahn: eine schneeweiße Elektrolok aus der Alstom-Fabrik in Kassel (Hessen). Mit einem kleinen Dieseltank kommt die umweltfreundliche Mehrsystem-Lokomotive auch auf nicht elektrifizierten Nebenstrecken voran. Alle acht Jahre TÜV und Runderneuerung für Lokomotiven in Deutschland: Kostenpunkt 200.000 Euro.

Die Schülerinnen und Schüler durften die Lokomotiven besteigen, erkunden – und kräftig hupen. In der Diesellok konnte man sich auch ein wenig einfetten und musste beim Ein- und Aussteigen aufpassen. Der neue weiße Kraftprotz dagegen ist blitzblank, von innen und von außen. Mit umgerechnet 8.000 PS wird die 90 Tonnen schwere vierachsige Lok (Baureihe 188) jeden Güter- oder Bauzug von 700 Metern Länge durch Deutschland ziehen können.

Eine lehrreiche Doppelstunde der 6d bei strahlendem Sonnenschein im Frühling.

Text: Dr. Frank Wiggermann, Fotos: Michel Zarth